Tage der Orientierung (Klasse 10) –zwischen Mausefallen und Schlangen
Nach zwei Jahren Corona-Pause ging es für die Schüler der Stufe 10 wieder in die Dobelmühle nach Aulendorf für die Tage der Orientierung. Durch Umleitungen und Stau auf der Hinfahrt, befanden sich die Schüler in einer wirklichen Orientierungslosigkeit, was die perfekte Grundlage für zwei Tage in idyllischem Grün ohne Anschluss an Zivilisation bot.. […“]
An der Jugendherberge angekommen fing auch schon die erste Übung an. Deren Motto: „Augen zu und durch“. Mit verbundenen Augen taumelten die Zehntklässler in längeren Ketten einem entfernten Geräusch entgegen, was den Zusammenhalt ganz offensichtlich stärkte. Hand in Hand war das Ziel dann in Kürze erreicht, woraufhin die Augenbinden schnell abgenommen und die Zimmereinteilung begonnen wurde. Bis zum Abendessen um 18 Uhr hatten wir genügend Zeit unsere Erinnerungen aus der fünften Klasse etwas aufzufrischen, während wir das Gebiet ausgiebig erkundeten. Um 20 Uhr begann eine einmalige Erfahrung: das Abendprogramm. Während eine Gruppe die Basiskenntnisse wie Namen der Klassenkameraden auffrischte und ihre Träume zu Papier brachte, übte die andere Zusammenarbeit in einem menschlichen Sitzkreis. Beides resultierte in müden, leicht genervten Zehntklässlern, die auf ihre Zimmer flohen und am nächsten Morgen genauso müde erschienen.
Zumindest einige, denn zwei Zehntklässlerinnen hielten auf einmal einen positiven Covid-Test in den Händen, was bei allen Beteiligten zu einer temporären Unsicherheit führte. Diese war während den anstehenden Stationsaufgaben dennoch wieder vergessen. Drei Stationen stellten sich als teilweise unlösbar scheinende Aufgaben heraus, welche in einer direkten Sonneneinstrahlung noch besser gemeistert werden konnten. Von einem langen Stehen auf Bierkästen zum Bilden von Formen mit Seilen bis hin zum begehrtesten Spiel: Stöcke halten und im Kreis laufen. Die Motivation verflog mit der Zeit, wenigstens blieb der Sonnenbrand.
Nach dem Mittagessen ging es an drei weiteren Stationen weiter: Memory mit Papptellern, ein weiteres Spiel à la „Augen zu und durch“ und als Krönung die Partnerarbeit zwischen Mausefallen. Natürlich mit verbundenen Augen – hilft der Orientierung. Die Sonne hatte sich in manchen Teilen des Gebiets nun endlich gesenkt, was das Zusammenarbeiten erleichterte und zunehmend Spaß in die Aktionen brachte. Den größten Spaß-Faktor hatte letztendlich das blinde Laufen zwischen gespannten Mausefallen. Den Partner auf der anderen Seite eines halben Volleyballfeldes konnte man durch weitere schreiende Mitschüler klar verstehen und somit perfekt zwischen den Mausefallen balancieren. Manch ein Zehntklässler hätte es wohl kaum für möglich gehalten, dass der Abend ein so lehrreiches Ereignis noch überbieten konnte. Im Punkt Unterhaltung traf dies aber vollkommen zu.
Anstatt ein weiteres Abendprogramm zu absolvieren, versammelten sich alle Anwesenden am Steg des Sees und stiegen gelegentlich in das angenehm kalte Wasser. Weniger angenehm waren hierbei die Wasserschlangen, welche zahlreiche Zehntklässler wieder an Land trieben. Zur Abrundung erlernten wenige Schülerinnen noch einen orientalischen Tanz von Frau Loos-Schramm, der absolute Unterhaltungsgarantie bietet, saßen um ein Lagerfeuer oder spielten lautstark Tischkicker.