Lehrzeichen-Kolumne: Episode 2 – Der äußere Druck
Im letzten Teil wurde unter anderem darauf eingegangen, wie Schulstress durch äußeren Druck verstärkt werden kann. Viele Schüler, egal aus welcher Klassenstufe, können davon betroffen sein, ihre Motivation aufgrund äußeren Drucks zu verlieren. Dies kann in Form von Kommentaren, gewissen Ansprüchen und weiterem auftreten.
Und weil dies oft den Prozess des Lernens für Schüler erschwert, muss das auch angesprochen werden.
Ich habe es selbst erlebt, durch Kommentare von Lehrer und sogar Mitschüler meine Einstellung zur Schule zum Negativen verändert zu haben. Menschen, die einem solche Kommentare zuwerfen, wissen meistens nicht, was es für negative Auswirkungen haben kann. Kommentare wie ,,Es ist schwer, aber das schaffst du.“ scheinen sehr nett gemeint zu sein, sind für mich aber eigentlich nur eine kleine Erinnerung daran, dass es schwer wird. Nicht nur Kommentare können Schüler belasten. Zu hohe Ansprüche können sich auch sehr negativ auswirken. Sie erzeugen einen gewissen Druck, den man sich ersparen könnte. Natürlich ist es sehr einfach zu sagen, dass man sich von all dem nicht negativ beeinflussen lassen sollte. Viel schwerer ist es, das tatsächlich zu machen. Deswegen ist es schwierig, eine generelle Lösung des Problems zu finden. Meistens ist die Lösung individuell – jeder muss sie selbst finden. Meine Lösung wieder Motivation zu bekommen ist, dass ich mit anderen rede oder erst einmal selbst darüber nachdenke. Man muss sich zuerst selbst klarmachen, wie unwichtig diese Kommentare und Ansprüche sind. Und wenn man das eigene Wohlbefinden dagegenstellt, merkt man, dass das alles gar nichts ausmacht.
Am Schluss muss man aber auch sagen, dass alle Verantwortung tragen. Man sollte darauf achten, was man zu anderen sagt und wie es bei ihnen ankommt. Wenn das jeder machen würde, könnte jeder sein Leben ohne zusätzlichen Druck und Stress genießen.