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Eislauf-Erfahrungen am winterlichen Sporttag

Dienstag, 12.Februar:  Aufstehen. Rausgehen. In den Bus steigen. Im Bus war es mir zu laut und es schien niemand über etwas Interessantes zu reden. Der Bus kam an der Eishalle an und das Parken dauerte 10 Minuten länger, als es eigentlich nötig gewesen wäre. Als der Bus endlich stehen blieb,  stolperte ich aus dem Bus, weil Schülermengen an mir vorbei strömten, als würde Bruno Mars am Eingang der Eishalle stehen.

In dem Moment, in dem ich versuchte, gegen den Strom zu schwimmen, schweiften meine Gedanken zu den glücklichen 11ern, die ihr Langklausur schrieben. In einem ruhigen Klassenzimmer ohne Leute, die einen aus dem Bus schubsen. Aus meinen Gedanken gerissen und in der Eishalle angekommen, wurde ich wieder mit einer Situation, die mich zum Verzweifeln brachte, konfrontiert: Es hat sich schon eine kilometerlange Schlange vor dem Schlittschuhverleih gebildet. Ein Schritt nach vorne,  alle 30 Sekunden. Nach 10 Minuten hörte ich die Worte: „Welche Schuhgröße?“ und bekam das perfekte Schlittschuhpaar, nachdem ich 2,50 Euro dafür gezahlt hatte.                            

Auf dem  Eis sah ich Schüler, die zum wiederholten Male hinfallen, ausrutschen oder gegen die Wand fahren, und Lehrer, mit perfekten Eiskunstlaufkünsten, die die vorhergenannten Schüler zum Todlachen amüsant fanden.  Nach einigen Minuten kam dann auch in mir und meinen Freunden unser 8-jähriges Ich zum Vorschein. Es wurde Fangen gespielt, es wurde gelacht, es wurde in Mitschüler reingefahren und es wurde hingefallen. Auch unser wohlbekannter Musik-und Mathelehrer Herr Deuschle schien unaufhörlich Pirouetten zu drehen.  Niemand konnte die Bremse ziehen, niemand wollte aufhören und …  

„Alle Schüler verlassen das Eis bitte um 20 nach Elf“ dröhnte die bekannte Stimme durch die Lautsprecher. Wir drehten die letzten Runden, als wir VIER Minuten vor den vorher genannten „20 nach“  vom Eis geschickt wurden. Ich ging raus, zog das perfekte Paar Schlittschuhe aus, ging in den durch meine Mitschüler lauten Bus, in dem niemand über Interessantes  sprach. Mein Rücken schmerzte und das schadenfrohe Lachen der Lehrer hallte in mir nach, als der Bus zurück nach Isny fuhr. Dort stolperte ich abermals aus dem Bus, mit der Vorahnung, Adele würde an der Bushaltestelle stehen, schaffte es aber gegen dem Strom zu schwimmen und einfach stehenzubleiben, meine Augen zu schließen und anzufangen langsam bis  Zehn zu zählen; 1, 2,3 …..