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Auswirkungen der Corona–Pandemie auf unser Alltagsleben

Das Jahr 2020 ist bisher einmalig. Dabei befinden wir uns momentan erst im vierten Monat dieses Jahres. Nachdem wir im Januar die Golf-Krise überwunden haben, die durch einen tödlichen Drohnenangriff der USA auf einen wichtigen iranischen General verursacht wurde, kam bereits die nächste Krise: Wir haben eine sich wieder auffrischende Flüchtlingswelle erlebt. Diese provozierte der türkische Präsident Erdogan, welcher unter dem Vorwand, eine sichere, neutrale Zone für die aus Syrien stammenden Flüchtlinge zu errichten, in Nordsyrien einmarschierte. Die EU (Europäische Union) wollte trotz Anfrage nach finanziellen und militärischen Mitteln diese nicht gewährleisten. Daraufhin drohte Erdogan damit, die Grenzen zu öffnen und die Flüchtlinge von der Türkei in Richtung Zentraleuropa zu lassen. Doch das Nachbarland Griechenland verstärkte seine Grenzen und versuchte viele Flüchtlinge von der Überquerung der Grenze teils mit Gewalt zurückzuhalten. Doch diese Krise, die momentan die ganze Welt betrifft, ist eine andere. In diesem Bericht geht es um unseren aktuell stärksten Feind: das Virus Covid-19, besser bekannt als Coronavirus. Der erste Textabschnitt dieses Berichts befasst sich mit den Fragen: Wo kommt das Virus her? Was ist das für ein Virus? Warum hat sich dieses Virus so schnell in der ganzen Welt verbreitet? Natürlich unternimmt der Staat Sicherheitsmaßnahmen, diese werden am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland im zweiten Textabschnitt dargelegt. Im Schlussteil beschreibt der Autor die Auswirkungen dieser Maßnahmen bezogen auf dessen Alltagsleben und er bezieht persönlich Stellung zu dieser Situation.

Die genaue Herkunft des Coronavirus ist unklar. Allerdings sollen sich die ersten infizierten Personen, die verzeichnet wurden, auf einem Markt in Wuhan (eine Stadt in China) aufgehalten haben. Man geht davon aus, dass der Virus von einem dort zu verkaufenden Wildtier, wie beispielsweise einer Fledermaus, übertragen wurde, da bei der Fledermaus bereits vor der Pandemie verwandte Viren gefunden worden sind. Doch auch ohne diese Erkenntnis war das Virus nicht völlig unbekannt, denn bereits 2002 brach in China das sogenannte SARS-Coronavirus aus, welches einen ähnlichen Verlauf hatte, der jedoch nicht so stark ausfiel. Diese Art von Viren können sowohl Menschen, als auch Tiere infizieren.

Dieses Virus kann aber nur für ältere Personen oder Personen mit starken Vorerkrankungen gefährlich sein. Es ist deshalb eine internationale Gefahr, weil die Inkubationszeit 14 Tage beträgt. Das bedeutet, dass die Symptome auch erst zwei Wochen nach der Infektion auftreten können und man bis zu diesem Zeitpunkt bereits mit mehreren anderen Personen in Kontakt gekommen ist, die sich dann wiederum infiziert haben könnten und dann weitere Personen unabsichtlich infizieren. Dadurch und durch die vorhin angesprochene lange Inkubationszeit breitete sich das Virus mit Sicherheit durch Geschäftsreisende oder Urlauber in anderen Ländern aus, bevor der erste Infizierte vermerkt wurde. Dadurch hat sich das Coronavirus innerhalb von wenigen Monaten über den ganzen Erdball verteilt.

Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis das Coronavirus auch Deutschland erreicht und die Bürger damit konfrontiert werden. Schon vor der ersten Verifizierung eines Infizierten erließ die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ein Ausreiseverbot nach China und versuchte die deutschen Bürger aus dem Risikogebiet in China zurückzuholen. Diese Rückkehrer mussten zwei Wochen in Quarantäne verbringen. Sie wurden beispielsweise in eine extra hergerichtete Kaserne gebracht und sie durften keinen Kontakt mit außenstehenden Personen haben. Dennoch wurde am Anfang dieses Jahres ein Mann aus Bayern positiv auf  das Coronavirus getestet. In einem Zeitraum von etwa einem Monat wurden noch vereinzelt Infizierte in Quarantäne geschickt. In der Zwischenzeit wurde Italien vom Covid-19 überrascht. Das Virus verbreitete sich exponentiell und verbreitet sich immer noch. So wurde fast ganz Italien zum Risikogebiet erklärt. Daraufhin durfte kein deutscher Bürger mehr dorthin reisen und jene, die dort zu Gast waren oder nach Deutschland zurückgeschickt wurden, mussten in Quarantäne gehen. Jetzt war es schon so gut wie sicher, dass der Alltag in Deutschland umstrukturiert werden wird. Im Zeitraum vom 12. März bis zum 15. März im Jahre 2020 beschlossen alle Bundesländer, fast alle öffentliche Einrichtungen zu schließen, wie zum Beispiel die Schulen. Außerdem wurden eine Ausgangsbeschränkung und ein Kontaktverbot eingeführt.  Dies verbietet eine Ansammlung von mehr als zwei Personen, mit Ausnahme von Familien und in einem Haushalt zusammenlebende Menschen. Zusätzlich wurde die Wirtschaft heruntergefahren, in dem viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins sogenannte Homeoffice schickten, um eine schnelle Verbreitung des Virus nicht zu ermöglichen.

Diese Maßnahmen und Beschränkungen betreffen natürlich auch mich als deutschen Bürger. Der Schulunterricht wird digital in Form von Aufgaben, Arbeitsblättern und Videos zur Erklärung fortgesetzt. Zuerst war ich wie viele andere Schüler wie euphorisiert, dass die Schule für einige längere Zeit ausgesetzt wird, doch schon bereits nach einer Woche bemerkte ich, wie einfältig diese Freude war, denn auch der Vereinssport ist ausgesetzt worden. Außerdem wurde auch die Möglichkeit vereitelt, sich persönlich mit seinen Freunden zu treffen, da dies ja ebenfalls zur Verbreitung des Virus beitragen würde. Des Weiteren fürchten sich viele Menschen durch die Übertreibung der sozialen Medien und die übertriebene Darstellung des Coronavirus im Internet vor eben diesem und übertreiben mit den Sicherheitsmaßnahmen, durch beispielsweise Masseneinkäufe in Apotheken und Supermärkten. Dies führte zu einem Mangel an Desinfektionsmitteln, Klopapier, Nudeln und Mehl. Mittlerweile ist es so weit gekommen, dass Sicherheitsleute an den Kassen stehen und dafür sorgen, dass sogenannte Hamsterkäufe nicht vorkommen. Obwohl die Regierung diese wichtigen Maßnahmen ergriffen hat, finde ich, dass diese das Volk besser hätte vorbereiten können und so auch die Panik vorbeugen hätte können. Natürlich wird man jetzt sagen, dass es nur ein sehr kleines Zeitfenster zur Vorbereitung dieser Maßnahmen gab, doch das Virus ist, wie bereits dargelegt, nicht gänzlich unbekannt. Außerdem beträgt der Zeitraum zwischen dem ersten Infizierten in China und dem ersten Infizierten in Deutschland ungefähr drei Monate und somit war die Regierung bereits vorgewarnt. Ich vermute, dass die Politik, aber auch viele Menschen dieses Virus nicht ernst genommen haben, da es sich ja damals noch nicht um unser Problem gehandelt hat. Darum appelliere ich nun an die Bürger und Politiker der Bundesrepublik Deutschland, aber auch an all die anderen Menschen auf der Welt: Geht mit offenen Augen durch die Welt! Wir sollten alle zusammenhalten und Probleme gemeinsam lösen, egal wer die besten Militärwaffen besitzt, egal wie das Einkommen oder wie hoch die Schulden eines Staates sind. Denn nur so schaffen wir es, eine gerechte und solidarische Welt zu schaffen, in der wir uns alle gegenseitig respektieren und akzeptieren. Seid nicht so egozentrisch und handelt nur dann, wenn eure eigene Existenz bedroht ist, und bitte hört nicht auf alles, was Politiker oder andere wichtige Personen sagen, denn diese sind auch nur Menschen und Menschen machen Fehler. Ich möchte nun dennoch die Reaktion der Bundesregierung loben, nachdem das Virus bei uns angekommen ist, denn durch die Manöver konnte die Verbreitung verlangsamt werden. Außerdem versucht der Staat die wirtschaftlichen Verluste so gering wie möglich zu halten und Selbstständige, so gut es geht, finanziell zu unterstützen, was vielen Unternehmen hilft, die derzeitige Lage zu überwinden und Selbstständige vor dem Ruin rettet. Ich bin froh, dass ich in einem solch demokratischen und sozialen Staat leben darf und hoffe, dass dieser und seine Bürger diesen Ausnahmezustand so gut wie unbeschadet übersteht.