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Gletscher Exkursion Geo LK 2026

Tag 1

Um 7:00 Uhr trafen wir uns auf dem Lehrerparkplatz, nachdem alle ihr Gepäck verstaut hatten fuhren wir um 7:15 Uhr Richtung Silz los. Unser erstes Ziel der Exkursion war das Pumpspeicherkraftwerk Silz in Tirol, welches Teil der Sellrain-Silz Kraftwerksgruppe der Tiwag ist.

Die Kraftwerksgruppe besteht dabei aus den Kraftwerken Kühtai 1 und Silz, die seit 1981 in Betrieb sind. Derzeit  wird ein ein drittes Kraftwerk, Namens Kühtai 2 erbaut und dieses Jahr fertig gestellt.

Nach der Ankunft um 9:30 Uhr in Silz, bekamen wir eine Tour durch das Kraftwerk Silz. Dabei erfuhren wir, dass das Kraftwerk ca. 150.000 Haushalte versorgen kann und einen Wirkungsgrad von 90% hat. Außerdem wurde uns erklärt, dass das Kraftwerk automatisiert funktioniert und der gewonnene Strom schon verkauft wird, bevor er überhaupt produziert ist . Diesen Vorgang nennt man  Day-Ahead bzw. Intraday-Markt. Deshalb muss eine unabsichtliche Abschaltung verhindert werden, sonst kommt es zu teuren Folgen. Des weiteren erfuhren wir, dass der Klimawandel einen großen Einfluss auf das bzw. die Kraftwerke hat. Durch die Temperaturerhöhung „ziehen“ sich die Gletscher zurück, dadurch bleibt der Schnee nicht mehr so lange liegen wie früher und es wird schneller warm. Dadurch wird auch die Luft wärmer, wodurch mehr Feuchtigkeit in der Luft gespeichert werden kann. Dadurch werden Regenschauer intensiver und es kommt zu Hangrutschen  und Hänge werden generell instabiler, was zu größeren Schäden bei Hangrutschen führt. Die Tour durch das Kraftwerk der Tiwag ging  um 12:30 Uhr  zu Ende. Das nächste Ziel der Exkursion war Innsbruck, dort durften wir uns von 13:00 Uhr – 16:00 Uhr frei aufhalten. Danach fuhren wir zum Gepatschhaus, wo wir um 17:50 Uhr ankamen. Danach gab es noch Abendessen und wir hatten den restlichen Abend frei.

Tag 2

Im Rahmen des Geographie-Leistungskurses unternahmen wir eine Exkursion ins Kaunertal in Tirol. Unser Ziel war es, den Gepatschferner sowie die umliegende Hochgebirgslandschaft zu erkunden und die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort zu beobachten. Ein wichtiger Bestandteil der Exkursion war der Aufstieg zur Gepatschhütte sowie die anschließende Begehung des Gletschers.

Der Aufstieg zur Gepatschhütte verlief gut und bot bereits viele Eindrücke der alpinen Landschaft. Während des Weges konnten wir verschiedene Gesteinsformen, Moränen und Spuren früherer Gletscherstände erkennen. Von der Hütte aus hatten wir einen guten Blick auf den Gepatsch-Stausee und die umliegenden Gipfel. Die Übernachtung auf der Hütte war eine interessante und lustige Erfahrung und bot die Möglichkeit, das Hochgebirge aus nächster Nähe zu erleben.

Am nächsten Tag stiegen wir mit entsprechender Sicherheitsausrüstung auf den Gletscher. Dabei wurde deutlich, wie stark sich der Gepatschferner in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Der Gletscher hat sich mehrere hunderte Meter weit zurückgezogen und ist deutlich dünner geworden. An Stellen waren kahle, abgeschliffene Felsflächen sichtbar, die früher noch vollständig von Eis bedeckt waren. Diese Veränderungen sind eine direkte Folge der steigenden Temperaturen infolge des Klimawandels.

Außerdem lernten wir die Relevanz des Permafrosts kennen. Permafrost bezeichnet dauerhaft gefrorenen Boden, der in Hochgebirgen wichtige Hänge und Felswände stabilisiert. Durch die zunehmende Erwärmung taut der Permafrost jedoch immer häufiger auf. Dadurch verlieren Felsen ihren Halt, wodurch Steinschläge und Felsstürze häufiger auftreten. Dies verändert nicht nur die Landschaft, sondern stellt auch eine Gefahr für Wanderwege, Hütten und  im Gebirge dar.

Auch die Gebirgslandschaft selbst wird durch den Klimawandel verändert. Der Rückgang der Gletscher führt dazu, dass neue Seen entstehen und sich Flüsse verändern. Gleichzeitig nimmt die Wasserspeicherung in Form von Eis ab, was langfristig Auswirkungen auf die Wasserversorgung und die Ökosysteme hat. Die Exkursion machte deutlich, dass die Folgen des Klimawandels nicht nur theoretisch sind, sondern bereits heute in den Alpen sichtbar werden.

Insgesamt war die Exkursion ins Kaunertal sehr gelungen. Besonders der Aufenthalt auf der Gepatschhütte und die Gletscherbegehung waren eindrucksvolle Erfahrungen. Die Exkursion half dabei, die im Unterricht behandelten Inhalte praktisch nachzuvollziehen und die Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher, Gebirge und Permafrost unmittelbar zu beobachten. Dadurch wurde deutlich, wie wichtig Maßnahmen zum Klimaschutz sind, um die Veränderungen zumindest zu verlangsamen.+

Tag 3

Der dritte Tag startet entspannt mit Frühstück und anschließendem Checkout. danach erst mal eine ganze Menge Serpentinen bergauf zu unserem ersten Arbeitsauftrag im Kaunertaler Skigebiet. Dort machten wir ein Geländepraktikum. Wir beschäftigten uns mit der glazialen Entstehung der Landschaft. Ziel war es Teile der glazialen Serie zu finden und in einzutragen. Danach informierten wir uns noch darüber, wie wichtig das Skigebiet für das gesamte Tal ist und welche Bedeutung es vor allem für den Tourismus hat. Leider war von dem ehemaligen Gletscher, der das Ganzjahres Skigebiet ermöglichte nicht mehr viel übrig. Heute war es größtenteils grau mit Schneehaufen, die durch Planen vor dem Schmelzen geschützt wurden.

Nach dem Geländepraktikum traten wir den Heimweg an. Zuerst alle Kurven wieder hinunter fahren, dann ein kurzer Stopp im Supermarkt und McDonald’s um gestärkt weiterzufahren. Der Stau wurde dadurch leider trotzdem nicht ertragbar. In der Schule angekommen, trennten sich dann auch schon unsere Wege und die drei Tage Geographie Exkursion waren zu Ende.