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Es ist schon 8:24 Uhr…

(Lina Dammertz, Klasse 8) …und ich bin gerade erst auf dem riesigen Schulhof mit meinem Fahrrad angekommen. Ich bin spät dran und hastig stelle ich es an einem der Fahrradplätze im Fahrradschuppen ab. Dann schließe ich das elektrische Schloss mithilfe meiner ID und mache mich auf den Weg zum Schulgebäude.

8:25 Uhr: Ich bin trotz meines verspäteten Auftauchens noch gut in der Zeit. Ein Glück.

Jetzt gehe ich auf den breiten Schuleingang zu, bei dem schon meine beste Freundin auf mich wartet. Gemeinsam reden wir über dieses und jenes, während wir auf einen der Aufzüge zugehen, der uns zur richtigen Etage bringen wird.

8:27 Uhr: Als ich ins Klassenzimmer hereinkomme, setze ich mich an meinen Fensterplatz und stelle den höhenverstellbaren Stuhl auf die richtige Höhe ein. Von dort beobachte ich das Treiben in meiner Klasse: Einige spielen mit einem Ball ein volleyballähnliches Spiel. Ein paar weitere sitzen zusammen in der Ecke und spielen ein Kartenspiel. Manche sitzen auch einfach nur da und unterhalten sich mit ihren Sitznachbarn über die bevorstehenden Fächerwahlen.

8:30 Uhr: Die Schulglocke klingelt, und unser Lehrer betritt auf die Sekunde pünktlich den Raum. Sofort wird es im Klassenzimmer still und wir beginnen mit dem Deutschunterricht.

Dort besprechen wir ein Buch, das wir vor einiger Zeit ausgewählt haben und bis heute lesen sollten.

Dann bekommen wir einige Aufgaben, die wir entweder in Gruppen oder alleine bearbeiten sollen. Als Hausaufgaben sollen wir dann diese zuende bringen, damit wir in der nächsten Stunde gut weiterarbeiten können.

9:20 Uhr: Endlich ist Pause. Wir haben nun fünf Minuten, um zu unserem nächsten Klassenzimmer zu kommen. Nun haben wir Physik. Die naturwissenschaftlichen Fachräume sind in einem abgetrennten Bereich, der am anderen Ende der Schule liegt. Ich seufze und mache mich auf den Weg, um nicht zu spät zu kommen.

9:25 Uhr: Physikunterricht. Am Anfang der Stunde machen wir ein Experiment in Gruppen, um uns das Hebelkraftprinzip anzuschauen. Danach erklärt uns der Lehrer die Formel und wir dürfen eigenständig Aufgaben lösen. Dabei gibt es drei Schwierigkeitsgrade und die passenden Lösungen, wenn man vorne mithilfe seines Heftes zeigt, dass man die Aufgaben wirklich gerechnet hat.

Alle sind beschäftigt und die Zeit verfliegt. Schon steht die erste große Pause an.

9:55 Uhr: Große Pause! Schnell bringen wir noch unser Zeug zum nächsten Klassenzimmer, dann gehen, beziehungsweise sprinten, wir nach draußen. Hier stelle ich mich mit meiner besten Freundin an den Rand des großen Pausenhofs.

Von dort aus beobachten wir gemeinsam das Treiben. Ich bin immer wieder überrascht, wie gut man den Pausenhof in Sektoren einteilen kann. Am Rande des Schulhofes stehen einige Bänke, unter dem überstehendem Dach der Schule, auf der Schüler sitzen und sich unterhalten.

In der Mitte des Schulhofes ist eine Wiese mit Toren und Körben und es stehen drei Tischtennisplatten daneben. Dort tummeln sich die Schüler, die sich die zwanzig Minuten, die wir für die Pause haben, lieber bewegen wollen.

Da gerade Sommer ist, ist der Innenbereich nicht offen, aber im Winter bei Temperaturen unter 5 Grad dürfen wir uns auch in der Schule in bestimmten Bereichen aufhalten.

10:15 Uhr: Die Schule geht weiter. Weil die nächsten Stunden extrem unspektakulär ablaufen,

sehnen sich alle nach der Mittagspause, dem Highlight des Tages. Jedoch steht zwischen der heiß ersehnten Mittagspause und uns noch ein Fach:

In der letzten Stunde vor der Mittagspause haben wir Mathe. Auch hier haben wir wieder unterschiedliche Schwierigkeitsgrade für die Aufgaben, sodass jeder seine Stärken und Schwächen mehr oder weniger individuell ausgleichen kann. Falls man bei einer Aufgabe nicht weiterkommt, kann man sich auch von einer KI, die speziell für solche Schulsysteme programmiert worden ist, Hilfe holen. Diese erklärt einem dann einige Schritte, damit man selbst weiterrechnen kann.

Ich bin gerade in eine besonders schwere Aufgabe vertieft, da klingelt es.

12: 25 Uhr: Endlich ist die Mittagspause da! Alle Schüler strömen in die gleiche Richtung: Zur Mensa.
Dank dem Vorbestellungssystem und einem ausgeklügelten Wartesystem, bei dem man nicht vordrängeln kann, komme ich schnell an mein Essen und wir erwischen sogar noch einen Fensterplatz.

Dort besprechen wir nun das für uns wahrscheinlich wichtigste Thema in diesem Jahr: Die Wahlfächer.

Denn in unserem Schulsystem werden alle zwei Jahre ein Fach als Vertiefung und eines, das man in diesem Jahr weniger intensiv hat, gewählt. Dieses Jahr habe ich mich dazu entschieden, Informatik zu vertiefen und Biologie dafür zu verkürzen.

12:40 Uhr:

Ich bin mit dem Essen fertig und überlege nun, was ich in der Pause machen könnte.

Bei der Schule haben wir viele Freizeitangebote:

Die AGs treffen sich, in der Sporthalle werden Sportarten angeboten, in der Bibliothek kann man entweder still arbeiten oder sich ein Buch schnappen und lesen oder man geht mit seinen Freunden in die Stadt, um dort etwas zu unternehmen.

Viele entscheiden sich jedoch aufgrund des vielseitigen Programms der Schule dafür, auf dem Schulgelände zu bleiben, und in der Schule hört man überall das angeregte Reden und das Treiben der Schüler.

Ich entscheide mich dafür, in die Bibliothek zu gehen, um dort für die anstehende Musikklassenarbeit zu lernen.

Anschließend setze ich mich an einen Text für die Schülerzeitung und dann ist die Pause auch schon wieder um.

14:00 Uhr: Die Schule beginnt wieder. Schüler sitzen demotiviert auf ihren Plätzen oder schreiben noch schnell die Hausaufgaben voneinander ab.

Doch als es klingelt und der Lehrer hineinkommt, hebt sich die Stimmung. Wir schauen nämlich einen Film an, um unser Thema weiter zu vertiefen.

Natürlich müssen wir während dem Film Notizen machen, aber wir sind uns alle einig: Das ist besser als trockener Unterrichtsstoff.

15:25 Uhr: Ich habe einen weiteren Schultag hinter mich gebracht. Doch obwohl der Unterricht schon vorbei ist, habe ich noch eine Sache hier zu erledigen: Da heute der erste Schultag des neuen Monats ist, gibt es wie immer eine Umfrage zu Themen, die die Schüler oder die Schulplanung betreffen.

Ich schaue mir die Themenauswahl diesen Monat auf dem Bildschirm in der Aula an, daraufhin gehe ich zu meinem Fahrrad und sperre mein Schloss auf.
Auf dem Heimweg denke ich dann über die Themen nach, um sie zu Hause dann bei der Online-Umfrage beantworten zu können.

Trotz allen Anstrengungen und Hürden war es ein guter Schultag und ich freue mich schon auf morgen.