Gymnasium Isny, Rainstraße 27, 88316 Isny im Allgäu, +49 (0)7562 97565 - 0, +49 (0)7562 97565 - 29, poststelle(at)gym-isny.schule.bwl.de

Bericht über den dreiwöchigen Erasmus-Austausch in Finnland

Im Rahmen eines schulischen Erasmus-Austauschs durften wir, 3 Schülerinnen aus der 9. Klasse, Gymnasium Isny, die Gelegenheit nutzen und drei Wochen in Finnland verbringen. Die geplante Reise startete am Samstag, 21. September 2024 und endete am 11. Oktober 2024. 

Die Erasmus + Organisation wie auch den Erstkontakt zu den Gastfamilien und der finnischen Schule übernahmen die zuständigen Lehrer Frau Hotz und Herr Bächi. Frau Hotz stimmte die Schulinhalte, Lernziele und den Stundenplan mit der Austauschschule für uns ab. Nachdem anhand unserer schriftlichen Bewerbung und Vorstellung für jede eine Gastfamilie gefunden wurde und die nötige Bürokratie erledigt war, konnten die Flüge gebucht werden. 

Der Austausch begann morgens mit viel Aufregung und Vorfreude am Münchener Flughafen, wo wir uns teilweise das erste Mal auf eine Flugreise begaben. Nachdem wir uns von unseren Familien verabschiedet hatten, standen wir alleine unter den Menschenmassen da. Die Anspannung nach dem Boarding war deutlich spürbar, als das Flugzeug abhob und sich Deutschland unter uns in ein Mosaik aus Feldern und Straßen verwandelte. Der Flug nach Helsinki verlief reibungslos. Dort stiegen wir in ein kleineres Flugzeug um, das uns weiter nach Kajaani flog, eine Stadt im Herzen Finnlands. An dem kleinen Flughafen standen unsere Gastfamilien am frühen Abend bereit und hießen uns herzlich willkommen. Anschließend trennten sich unsere Wege und wir wurden einzeln in unser neues Zuhause auf Zeit, in das 45 km nahegelegene Sotkamo, chauffiert. Die Fahrt war, durch dieWeite der Landschaft, die sich durch dichte Wälder, Hügel und unzählige Seen auszeichnete, ruhig und unterhaltsamzugleich.

Nach der Ankunft in den typisch skandinavischen Holzhäusern, bezogen wir bei der neuen Familie unsere eigenen Zimmer. Fast jedes Haus besaß eine Sauna im Haus und z.T. eine Weitere im Garten. Die Häußer heizten meist mit einem großen Grundofen und waren nur äußerlich gut gedämmt, so dass die Wärme sich gut in allen Räumen verteilen kann. Wir tauschten beim gemeinsamen Essen unsere ersten Gespräche auf Englisch aus, überreichten unsere Gastgeschenke und lernten erste finnischen Wörter. Der nächste Morgen wurde wieder dafür genutzt um anzukommen und uns die Umgebung zu zeigen. 

Montag bis Freitag besuchten wir gemeinsam die 9. Klasse derörtlichen Schule Tenetin Koulu, eine Junior High School mit etwa 350 Schülern. Wir erreichten sie mit dem Bus, zusammen mit unseren Gastfreunden. Die Schule ist eine hochwertige Mittelschule, die sich durch Sport auszeichnet. Kleine Klassen bis 15 Schülern zeigten ein ruhiges und völlig anderes Lernumfeld, als wir es aus Deutschland gewohnt waren. Beginn war stets um 9.00 Uhr und das Ende der Schulzeit um 15.00 Uhr. 

Wir wurden sehr gut in das Schulleben aufgenommen,willkommen geheißen und wurden von Lehrern dort als auch von Frau Hotz aus Isny aus begleitet. Alle zogen mit Eintreten in die Schule ihre Schuhe am Eingang aus und liefen mit Socken durch das Schulgebäude. Die sauberen Klassenzimmer waren mit moderner Technik ausgestattet, und der Unterricht war interaktiv gestaltet. Es wurde auch mal zusammenfinnisch gekocht oder etwas gebacken. Extra für uns wurde eine Wanderung zum nahegelegenen Hiukka Beach mit anschließendem Lagerfeuer organisiert. Finnland legt großen Wert darauf, dass Lernen Spaß macht und nicht zu sehr unter Leistungsdruck steht. Die individuelle Förderung und die gleichmäßige Unterstützung aller Schüler zeichnen das Schulsystem aus. Besonders beeindruckend fanden wir die flache Hierarchie, dass Schüler und Lehrer auf Augenhöhe kommunizierten und das formelle „Sie“ durch ein „Du“ ersetzt wurde. Mittagessen gab es dort schon um 10.30 Uhr. Alle Schüler der Schule nahmen am Mensaessen teil. Man konnte sich beispielsweise zwischen finnischen Gerichten (z.B. einer Lohikeitto Suppe), oder auch internationalen Gerichten (z.B. Nudeln mit Soße) entscheiden. 

Die meisten Unterrichtseinheiten fanden auf Finnisch statt. Wir hatten jeden Tag zwei Unterrichtsstunden für die Aufgaben aus unserer Schule zur Verfügung. Zusätzlich erstellten wir zusammen eine englische PowerPoint Präsentation über Isny und eine über unseren heimischen Künstler Otl Aicher.  Nach mehrmaliger Vorstellung in verschiedenen Klassen, durften sich die Schüler/innen an den gesponserten Gastgeschenken der Stadt Isny bedienen. Sie konnten wählen zwischen Isny-Bleistiften, Blumensamen oder Otl Aicher´s Motivstickern.

Unser Englisch im Alltag verbesserte sich zügig, weil unsnichts anderes übrigblieb als zu sprechen. Wir bekamen auch einen finnisch-deutsch Unterricht in der Schule und von unseren Austauschschülern.

Nach der Schule verbrachten wir unsere Freizeit mit unseren Gastfamilien. Diese Aktivitäten waren eine tolle Möglichkeit, die finnische Kultur hautnah zu erleben. Viele von uns unternahmen Ausflüge zu den umliegenden Seen. Auch Wanderungen durch die unberührten Wälder standen auf dem Programm. Die dichten Kiefern- und Birkenwälder wirkten fast magisch, besonders bei Sonnenuntergang. Ein Highlight der Reise war sicherlich der Abend, an dem wir das Glück hatten, die Nordlichter zu sehen und das gehörte zu einem derschönsten Momente unserer Reise. Am Wochenende unternahmen wir mit den Gastfamilien Ausflüge. Wir besuchten die umliegenden Orte, Schwimmbäder, Fitnessstudios, gingen einkaufen und auch mal in ein Restaurant zum Essen. 

Der letzte Tag war voll von gemischten Gefühlen. Der Abschied von Finnland fiel uns nicht leicht. Die drei Wochen waren wie im Flug vergangen, und wir hatten nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch einen ganz neuen selbstsicheren Blick gewonnen.

Wir können den Erasmus + Austausch auf jeden Fall weiterempfehlen und hoffen, dass es euch genauso viel Freude bereitet wie uns, wenn es euch dort mal hinverschlägt. 

Eure Mio, Julia und Lena 

Bericht über den dreiwöchigen Erasmus-Austausch in Finnland

Im Rahmen eines schulischen Erasmus-Austauschs durften wir, 3 Schülerinnen aus der 9. Klasse, Gymnasium Isny, die Gelegenheit nutzen und drei Wochen in Finnland verbringen. Die geplante Reise startete am Samstag, 21. September 2024 und endete am 11. Oktober 2024. 

Die Erasmus + Organisation wie auch den Erstkontakt zu den Gastfamilien und der finnischen Schule übernahmen die zuständigen Lehrer Frau Hotz und Herr Bächi. Frau Hotz stimmte die Schulinhalte, Lernziele und den Stundenplan mit der Austauschschule für uns ab. Nachdem anhand unserer schriftlichen Bewerbung und Vorstellung für jede eine Gastfamilie gefunden wurde und die nötige Bürokratie erledigt war, konnten die Flüge gebucht werden. 

Der Austausch begann morgens mit viel Aufregung und Vorfreude am Münchener Flughafen, wo wir uns teilweise das erste Mal auf eine Flugreise begaben. Nachdem wir uns von unseren Familien verabschiedet hatten, standen wir alleine unter den Menschenmassen da. Die Anspannung nach dem Boarding war deutlich spürbar, als das Flugzeug abhob und sich Deutschland unter uns in ein Mosaik aus Feldern und Straßen verwandelte. Der Flug nach Helsinki verlief reibungslos. Dort stiegen wir in ein kleineres Flugzeug um, das uns weiter nach Kajaani flog, eine Stadt im Herzen Finnlands. An dem kleinen Flughafen standen unsere Gastfamilien am frühen Abend bereit und hießen uns herzlich willkommen. Anschließend trennten sich unsere Wege und wir wurden einzeln in unser neues Zuhause auf Zeit, in das 45 km nahegelegene Sotkamo, chauffiert. Die Fahrt war, durch dieWeite der Landschaft, die sich durch dichte Wälder, Hügel und unzählige Seen auszeichnete, ruhig und unterhaltsamzugleich.

Nach der Ankunft in den typisch skandinavischen Holzhäusern, bezogen wir bei der neuen Familie unsere eigenen Zimmer. Fast jedes Haus besaß eine Sauna im Haus und z.T. eine Weitere im Garten. Die Häußer heizten meist mit einem großen Grundofen und waren nur äußerlich gut gedämmt, so dass die Wärme sich gut in allen Räumen verteilen kann. Wir tauschten beim gemeinsamen Essen unsere ersten Gespräche auf Englisch aus, überreichten unsere Gastgeschenke und lernten erste finnischen Wörter. Der nächste Morgen wurde wieder dafür genutzt um anzukommen und uns die Umgebung zu zeigen. 

Montag bis Freitag besuchten wir gemeinsam die 9. Klasse derörtlichen Schule Tenetin Koulu, eine Junior High School mit etwa 350 Schülern. Wir erreichten sie mit dem Bus, zusammen mit unseren Gastfreunden. Die Schule ist eine hochwertige Mittelschule, die sich durch Sport auszeichnet. Kleine Klassen bis 15 Schülern zeigten ein ruhiges und völlig anderes Lernumfeld, als wir es aus Deutschland gewohnt waren. Beginn war stets um 9.00 Uhr und das Ende der Schulzeit um 15.00 Uhr. 

Wir wurden sehr gut in das Schulleben aufgenommen,willkommen geheißen und wurden von Lehrern dort als auch von Frau Hotz aus Isny aus begleitet. Alle zogen mit Eintreten in die Schule ihre Schuhe am Eingang aus und liefen mit Socken durch das Schulgebäude. Die sauberen Klassenzimmer waren mit moderner Technik ausgestattet, und der Unterricht war interaktiv gestaltet. Es wurde auch mal zusammenfinnisch gekocht oder etwas gebacken. Extra für uns wurde eine Wanderung zum nahegelegenen Hiukka Beach mit anschließendem Lagerfeuer organisiert. Finnland legt großen Wert darauf, dass Lernen Spaß macht und nicht zu sehr unter Leistungsdruck steht. Die individuelle Förderung und die gleichmäßige Unterstützung aller Schüler zeichnen das Schulsystem aus. Besonders beeindruckend fanden wir die flache Hierarchie, dass Schüler und Lehrer auf Augenhöhe kommunizierten und das formelle „Sie“ durch ein „Du“ ersetzt wurde. Mittagessen gab es dort schon um 10.30 Uhr. Alle Schüler der Schule nahmen am Mensaessen teil. Man konnte sich beispielsweise zwischen finnischen Gerichten (z.B. einer Lohikeitto Suppe), oder auch internationalen Gerichten (z.B. Nudeln mit Soße) entscheiden. 

Die meisten Unterrichtseinheiten fanden auf Finnisch statt. Wir hatten jeden Tag zwei Unterrichtsstunden für die Aufgaben aus unserer Schule zur Verfügung. Zusätzlich erstellten wir zusammen eine englische PowerPoint Präsentation über Isny und eine über unseren heimischen Künstler Otl Aicher.  Nach mehrmaliger Vorstellung in verschiedenen Klassen, durften sich die Schüler/innen an den gesponserten Gastgeschenken der Stadt Isny bedienen. Sie konnten wählen zwischen Isny-Bleistiften, Blumensamen oder Otl Aicher´s Motivstickern.

Unser Englisch im Alltag verbesserte sich zügig, weil unsnichts anderes übrigblieb als zu sprechen. Wir bekamen auch einen finnisch-deutsch Unterricht in der Schule und von unseren Austauschschülern.

Nach der Schule verbrachten wir unsere Freizeit mit unseren Gastfamilien. Diese Aktivitäten waren eine tolle Möglichkeit, die finnische Kultur hautnah zu erleben. Viele von uns unternahmen Ausflüge zu den umliegenden Seen. Auch Wanderungen durch die unberührten Wälder standen auf dem Programm. Die dichten Kiefern- und Birkenwälder wirkten fast magisch, besonders bei Sonnenuntergang. Ein Highlight der Reise war sicherlich der Abend, an dem wir das Glück hatten, die Nordlichter zu sehen und das gehörte zu einem derschönsten Momente unserer Reise. Am Wochenende unternahmen wir mit den Gastfamilien Ausflüge. Wir besuchten die umliegenden Orte, Schwimmbäder, Fitnessstudios, gingen einkaufen und auch mal in ein Restaurant zum Essen. 

Der letzte Tag war voll von gemischten Gefühlen. Der Abschied von Finnland fiel uns nicht leicht. Die drei Wochen waren wie im Flug vergangen, und wir hatten nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch einen ganz neuen selbstsicheren Blick gewonnen.

Wir können den Erasmus + Austausch auf jeden Fall weiterempfehlen und hoffen, dass es euch genauso viel Freude bereitet wie uns, wenn es euch dort mal hinverschlägt. 

Eure Mio, Julia und Lena