• Vanessa
Die Frage „Was willst du später werden?“ kennt wohl jeder. Besonders von Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen wird hierbei eine präzise und überzeugende Antwort erwartet. Ohne jegliche Erfahrung in einem Berufsfeld ist es allerdings nicht immer leicht eine Vorstellung der zukünftigen Karriere zu haben. Für dieses Problem soll das BOGY Abhilfe leisten. Die Berufsorientierung des Gymnasiums dient dazu, dass Schülerinnen und Schüler Erfahrung in einem Beruf sammeln, der für sie interessant ist. Durch die Erfahrungen des einwöchigen Praktikums haben die Schüler und Schülerinnen die Chance die Perspektive für ihre Zukunft zu präzisieren. Ob und wie das BOGY dazu tatsächlich beiträgt, veranschaulichen zwei Erfahrungsberichte: (...)

„Noch bevor die Bogywoche wirklich startete, lernten wir im Unterricht, wie man Lebensläufe und Bewerbungsschreiben verfasst. So konnten wir uns gleich unter einigermaßen realen Bedingungen bei unseren Praktikumsplätzen bewerben. Ich habe mich um einen Praktikumsplatz in der Grundschule Maierhöfen beworben und wurde, nach einigen Rückfragen, dort auch angenommen.
Meine Tage starten um halb acht. Nachdem ich von meiner Ansprechpartnerin dort über den Ablauf informiert wurde und die Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet hatte, durfte ich mich hinten in den Klassenraum einer zweiten Klasse setzen. Die ersten beiden Tage notierte ich hauptsächlich meine Eindrücke und stellte in den Pausen meine Fragen. Diese wurden von der Lehrerin stets freundlich und recht ausführlich beantwortet. In den letzten Tagen durfte ich mir immer daheim Themen überlegen und diese am nächsten Tag mit den Kindern umsetzen. Hierbei hatte ich sehr viele Freiheiten und bekam hinterher von meiner Ansprechpartnerin eine hilfreiche Rückmeldung. Besonders diese kleinen Unterrichtseinheiten, die ich anleiten durfte, haben mir nochmal ein klareres Bild über den Beruf der Grundschullehrerin gegeben und ich habe gemerkt, dass ich es mir wirklich gut als zukünftigen Beruf vorstellen könnte. Auch der Besuch von einem meiner Lehrer war gut organisiert.
Alles in allem fand ich meine Praktikumswoche also sehr informativ und hilfreich, besonders, da ich auf alle Fragen Antworten bekam und mich selbst einbringen durfte.“

„Zu einem der positiven Aspekte meines Praktikums gehörte sicherlich die Vorbereitung. Einerseits war ich durch meinen Lebenslauf und das dazugehörige Bewerbungsschreiben bestens auf den theoretischen Teil vorbereitet, andererseits wurden mir auch Lösungen zu möglichen Problemsituationen im praktischen Teil mitgegeben. Für mich waren diese Tipps während meines Praktikums ziemlich hilfreich.
Dieses absolvierte ich im AHZ Isny, vor dem ich täglich um 7:20 stand. Für mich war es morgens generell schwierig in das Gebäude zu kommen, da das Personal auf den Stationen um diese Uhrzeit bereits die Bewohner pflegt. Neben den anfänglichen Schwierigkeiten starteten die ersten drei Tage meines Praktikums aber immer gleich. Meist begleitete ich Pflegerinnen und beobachtete genau, welche Aufgaben sie erledigten, da ich diese als Praktikantin nicht ausüben durfte. In den letzten zwei Stunden, bevor ich um 14:30 ging, nutze ich oft die Zeit, um mit Bewohnern zu reden. Allerdings waren um diese Uhrzeit die meisten Bewohner auf ihren Zimmern, weswegen ich in vielen Momenten keine Aufgaben hatte. Trotzdem war vor allem dieser Kontakt meine ausschlaggebende Motivation für das Praktikum. Nachdem ich meinen vierten Tag als Präsenskraft verbracht hatte, konnte ich endlich in der Tagespflege des AHZ weiterarbeiten. Ich bekam so die Chance mich intensiv mit den einzelnen Personen auseinanderzusetzen und lernte, wie ich mit diesen am besten umgehe. Besonders der letzte Tag meines Praktikums ermöglichte mir, ein klareres Bild meines Berufswunsches zu erhalten.
Grundsätzlich hat das BOGY für mich seinen Zweck erfüllt. Ich konnte sowohl einen Einblick in die intensive Pflege als auch in die Tagespflege gewinnen. Auf meine Fragen folgten stets Antworten und auch meinen Berufswunsch konnte ich dadurch präzisieren. Ob ich nun genau Altenpflegerin werde, sei dahingestellt, aber die Arbeit mit Menschen ist es, die mir unglaublich Spaß macht.“

Zusammenfassend hat das BOGY für uns seinen Zweck erfüllt. Durch unser Praktikum konnten wir unsere Vorlieben besser kennenlernen, über uns hinauswachsen und somit unsere individuelle Perspektive konkretisieren. Durch das BOGY haben wir außerdem einen Einblick in den Ablauf eines Praktikums bekommen, weswegen wir mit Sicherheit ein weiteres absolvieren wollen.

Andere BOGY-Praktikanten bei ihrer Arbeit:

  • Hugo
  • Vanessa