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Nach dem Motto. „Talente schlummern. Talente versiegen nicht. Talente werden entdeckt.“ wählt die Kulturakademie Stuttgart jedes Jahr 80 Jugendliche für die Bereiche MINT, Musik, Literatur und Kunst aus, welche die Möglichkeit erhalten an zwei Projektwochen und einer Abschlussveranstaltung teilzunehmen.

Für das Jahr 2021/22 nominierte mich meine Lehrerin im Bereich MINT. Daraufhin habe ich ein eigenes Projekt ausgearbeitet und eine entsprechende Arbeit eingereicht. Zu meiner Freude wurde ich ausgewählt und durfte in der letzten Woche der Sommerferien nach Stuttgart. (...)

 

Tag 1: Am ersten Tag war großes Kennenlernen der SchülerInnen aus ganz Baden-Württemberg angesagt. Von Beginn an schienen sich alle super zu verstehen und auszutauschen. Thema war meistens das, was uns alle hergebracht hatte: Unser gemeinsames Interesse im Bereich MINT.

Am Nachmittag gab es eine Stadtrallye, so konnten wir uns mit Stuttgart etwas vertraut machen.

 

Tag 2: Am zweiten Tag ging es auch schon in den sogenannten „Hobbyhimmel“, eine offene Werkstatt für jedermann. Eine Vielzahl an Werkzeugen und Gerätschaften sind zur Nutzung aufgebaut. Hier wurde uns das Hauptprojekt der Woche vorgestellt: Der Bau eines eigenen Bogens. Nach der Einführung durften wir direkt loslegen und werkelten den ganzen Tag an Griff, Sehne und Pfeilen. Abends ging es dann noch mit der ganzen Gruppe zum Bowlen, bevor alle müde ins Bett fielen.

 

Tag 3: Morgens war erneut Werken im Hobbyhimmel angesagt, um das Projekt Bogenbau abzuschließen. Nachmittags stand ein Besuch im Planetarium auf dem Plan und direkt danach Abendessen in einem Biergarten.

 

Tag 4: Der große Tag war gekommen: Pfeil und Bogen kamen das erste Mal zum Einsatz. Dafür fuhren wir ins Schützenhaus vor Ort. Beim Schießen ging es nicht darum, direkt das Zentrum der Zielscheibe zu treffen. Stattdessen sollten wir intuitiv handeln, um somit unsere innere Mitte zu finden. Besonders interessant waren hierbei die Botschaften, die der Mentor uns am Ende des Tages mit auf den Weg gab. Er schaffte eine Verbindung zwischen unserer Art mit den Bogen umzugehen und unserem Charakter, und konnte uns daraufhin individuelle Ratschläge geben.

 

Tag 5: Der letzte Tag kam viel schneller als gedacht. Heute stand ein Musik- und Soundworkshop auf dem Plan. Mithilfe von Synthesizer, Mikrofon und einem Computerprogramm kreierten wir in Gruppen Songs, die ein Ereignis der letzten Woche thematisieren sollten.

Als dann nachmittags alle voneinander Abschied nahmen, waren wir bereits zu einer Gruppe zusammengewachsen.

 

Was diese Woche für mich besonders gemacht hat, war vor allem der Austausch mit gleichaltrigen SchülerInnen, die ebenfalls großes Interesse an MINT haben. Zudem war das Programm extrem vielfältig. Man bekam Einblicke in viele unterschiedliche Bereiche, wobei der Fokus meist darauf lag, Lösungen durch selbstständiges Experimentieren zu finden. Die Stimmung unter den Teilnehmern war immer fröhlich und motivierend. Mit vielen stehe ich noch in Kontakt, und die Vorfreude auf ein Wiedersehen im Februar ist schon groß.

Nachdem in der ersten Woche eher praktisch gearbeitet wurde, wird sich die zweite eher theoretisch gestalten. Unter anderem ist ein Besuch der Universität Stuttgart geplant.

 

Ich freue mich darauf Euch im Februar vom zweiten Abschnitt zu berichten.