Freiheit vs. Sicherheit – ein Jahr Leben mit Corona -

Grenzen werden geschlossen, Geschäfte gehen pleite, unsere Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt und trotzdem soll man sich nach einem Jahr im Regel-Chaos noch an die Corona-Maßnahmen halten. Zugegeben fällt das immer schwerer; gerade, wenn man sieht wie viele sich seit Monaten nicht an die Vorschriften halten. Warum ich? Warum soll ich zuhause bleiben, wenn das die anderen in meinem Alter auch nicht tun?

Auf Instagram sieht man Menschen, die die Kontaktbeschränkungen nicht einhalten und sich mit ihren Freunden treffen. Abends sieht man Jugendliche, die in Parks die versäumten Partys nachholen. Die Corona-Maßnahmen betreffen uns alle, sie schränken uns ein und nehmen uns unsere geliebten Freiheiten. Als Jugendlicher verpasst man nun Ereignisse, auf die man sich seit Jahren gefreut hat. Klassenfahrten, die ersten Partys, den Abiball…da ist der Frust groß. Wie lange soll man sich noch zusammenreißen, um vor allem seine Mitbürger zu schützen?   Und dann werden auch noch jede Woche neue Regeln festgelegt, die keiner mehr versteht. Ein Jahr Zurückhaltung ist eine lange Zeit, die uns für immer genommen wurde. Vielleicht hätte man wie die anderen illegal auf Partys gehen sollen; vielleicht sollte man jetzt damit anfangen, schließlich weiß keiner wie lange das noch so geht.

Aber gerade jetzt gibt es endlich Hoffnung; die Infektionszahlen sinken, die Zahl an geimpften Menschen steigt. Überall im Land werden die Maßnahmen langsam gelockert. Das bedeutet, dass man bald wieder vermehrt seine Freiheiten genießen kann. Jeder muss jetzt noch etwas Geduld haben und sich ein bisschen länger zurückhalten. Nur so kann man die Pandemie besiegen, nur so können wir in Zukunft ohne Maßnahmen zur Einschränkung des Virus leben. Nur so können wir sicherstellen, dass wir nicht noch in ein paar Jahren Ereignisse verpassen, auf die wir uns seit Ewigkeiten freuen. Lohnt es sich wirklich, das alles noch länger hinauszuzögern, nur, weil man sich aus Trotz nicht einschränken lassen will?  Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen; aber im Endeffekt wird sich unsere Zurückhaltung mit Sicherheit mehr gelohnt haben, als irgendeine Party besucht zu haben.