Und hier sitze ich schon wieder an meinem Schreibtisch, an der Wand klebt eine To-Do Liste und vor mir liegen fünf verschiedene Arbeitsblätter, die noch bearbeitet werden müssen. Der Traum eines jeden Schülers, wobei eher Albtraum.

Man sollte meinen, so langsam hat man sich daran gewöhnt, von zuhause aus zu arbeiten. Aber ich denke, es gibt Dinge, an die kann man sich einfach nicht gewöhnen. Und für mich ist es eindeutig Schule von Zuhause.

Auch wenn unsere Schulplattform fast immer ihr Soll erfüllt, den Schüler*innen zuverlässig ihre Aufgaben liefert und sogar Videokonferenzen möglich sind, vermisse ich die Schule. Alles allein machen zu müssen und keine Pausen mit Freunden verbringen zu können ist nicht wirklich toll.

Von Vielfalt im Homeschooling kann wohl kaum die Rede sein. Ein kleiner Lichtblick sind die Konferenzen. Natürlich, weil ich hier jemand anderen als meine Familie zu Gesichte bekomme. Aber vor allem auch wegen der originellen Namen unserer Konferenzräume :)(Adler, Eichhörnchen, …) .

Frustrierend finde ich persönlich die ständige Ungewissheit, in der wir durch diesen Lockdown und die Pandemie, leben. Ständig gibt es eine Änderung hier, eine Verschärfung da. Und weiter als eine Woche wird gerade so oder so nicht wirklich geplant. Vor allem für Schüler*innen ist diese Situation gerade anstrengend. „Schreibe ich nächste Woche Klassenarbeiten?“, „Auf welches Fach muss ich denn jetzt lerne?“ oder auch „Wann muss ich denn wieder in die Schule?“ All das sind Fragen, die mir jeden Tag durch den Kopf gehen, die mir nur leider niemand beantworten kann. Weil es auf sie noch gar keine Antworten gibt.