Was vermisse ich eigentlich wirklich, in Zeiten von „social distancing“?

Ich vermisse es, dass, wenn ich beim Einkaufen ein bekanntes Gesicht sehe, ich nicht einfach so kurz mal Smalltalk führen kann.

Ich vermisse es, wenn ich auf der Straße jemandem begegne, ein Lächeln zu bekommen. Im Moment ist es mehr ein, „Oh sind das auch wirklich 1,5 Meter?“

Ich vermisse es, nach einem langen Tag einfach müde ins Bett zu fallen und mir zu denken: „Okay, heute war ich wirklich fleißig!“

Ich vermisse es, an eine Freundin gelehnt im Gras zu sitzen und über Gott und die Welt zu philosophieren.

Ich vermisse es, im Unterricht zu flüstern und mir mein Lachen unterdrücken zu müssen.

Ich vermisse es, mit einem kühlen Getränk in der einen Hand und meinen Freunden an meiner Seite, ausgelassen zu tanzen.

Ich vermisse es, mit meiner Familie in einer Pizzeria zu sitzen und die Pizza zu genießen.

Ich vermisse die kleinen Dinge. Erst jetzt fällt mir auf, diese Dinge habe ich zu wenig geschätzt.