Das Wetter wird schlechter, heißt: noch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten. Und da bin ich kurz in meinen Gedanken versunken. Für wen ist denn die derzeitige Situation wirklich am schlimmsten? Ist sie es für mich, weil ich daheim sitze und nichts tun kann, außer nichts zu tun. Nein! Sind nicht eigentlich diejenigen, die sich jetzt in Supermärkten mit „hamsterkaufwütigen“ Kunden herumärgern müssen, diejenigen, die zum dritten Mal in der letzten Stunde das Klopapier auffüllen mussten, die, die sich einen lauten Applaus verdient haben? Und sind es nicht eigentlich die Ärzte und Krankenpfleger, die teilweise noch eine Schicht und noch einen Nachtdienst hinten hinhängen, um allen die bestmögliche Versorgung zu geben. Sind es nicht genau die Leute, vor denen wir den Hut ziehen sollten? Alle auf die Balkone und einmal ganz laut klatschen!

Genau in solchen Situationen wie jetzt sollten wir alle ein großes „Wir-Gefühl“ entwickeln, keiner von uns ist alleine in der Situation. Wir alle können unser Leid teilen und gleichzeitig in Gedanken bei denjenigen sein, die zurzeit ihr Bestes geben und helfen, wo und wie sie nur können.