Es wird immer ernster. Bayern hat ab morgen die Ausgangsperre. Auch wenn ich selber in Baden-Württemberg lebe, wird es mich früher oder später auch bald treffen. Vielleicht schätzt man da den einen oder anderen Spaziergang (selbstverständlich allein) mehr. Auffallend ist, welches Glück ich doch habe so privilegiert zu sein, dass mein größtes Problem nicht raus zu gehen und Toilettenpapiermangel zu seien scheint. Meine Gedanken wandern oft zu denen, die noch extremeren, gefährlicheren und schrecklicheren Situationen ausgesetzt sind. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man nicht alles relativieren sollte. Nur weil es anderen schlechter geht, heißt es nicht, dass man nicht selbst eine Zeit als schwer empfinden darf. Aber andererseits hilft einem der Blick nach außen dabei, das Gute und Wichtige zu sehen. Ich fange an zu schätzen, was ich habe. Freunde, Schule, Natur, ja sogar die Lehrer. Verdammt, wenn nicht die ganze Außenwelt.