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 Am Freitag, dem 20.9, fand der Wandertag unserer Schule statt und am gleichen Tag war auch der weltweite Klimastreik, der inzwischen bekannten Fridays For Future Bewegung.

Wegen eben dieser bevorstehenden Demonstration am 20.9 entschieden wir, die 10b, uns für einen etwas anderen Wandertag. Wenn wir doch am Mittag für die Umwelt demonstrieren wollen, können wir auch am Morgen etwas für die Umwelt tun! Am Freitagmorgen machten wir uns also auf in die Innenstadt von Isny, um dort so viel Müll wie möglich zu sammeln!

Wir fanden von Bettwäsche im Wald bis zu Zigarettenkippen überall, so ziemlich alles! Wusstet ihr, dass ein nicht richtig entsorgter Zigarettenstummel 40 Liter Grundwasser verseucht?

Als wir in der Innenstadt ankamen, bewaffnet mit Eimern, die schon halb voll waren, Mülltüten und Handschuhen, wurden wir  von Passanten beobachtet und auch angesprochen und durften so, viele Reaktionen miterleben.

Von dem einen oder anderen wurden wir nur belächelt. Die Frage, ob wir das hier freiwillig machen würden, wurde uns des Öfteren gestellt. Als wir mit Ja antworteten, waren alle positiv überrascht.

Zwei Herren beobachteten uns längere Zeit, als wir in der Fußgängerzone mühsam Zigaretten und Plastikstücke von der Straße aufsammelten. Dann sagte der eine der beiden zum anderen, dass unsere Arbeit doch sowieso nichts bringen würde und es morgen schon wieder gleich aussähe. Natürlich ist uns auch bewusst, dass Isny durch unsere kleine Aktion nicht für immer sauber bleibt oder wir dadurch den Klimawandel aufgehalten haben,  aber es sollte ein kleines Zeichen setzen, zeigen, dass wir auch etwas tun wollen und nicht nur zum demonstrieren gehen.

Ein anderer Herr, mit Zigarette in der Hand, sprach uns an und sagte WIR sollen zum Bürgermeister um mehr Mülleimer zu beantragen. Er ist der Meinung, es sei nicht die Schuld der Raucher, dass so viele Zigaretten auf dem Boden liegen. Wo soll er denn die Zigaretten hintun, es würden ja viel zu wenige Mülleimer in Isny stehen. Wir waren doch alle schon in Isny unterwegs, oder? Mülleimer stehen genügend in Isny und falls keiner in unmittelbarer Nähe ist, halte ich besagte Zigarette doch einfach kurz in der Hand, bis der nächste kommt. Das ist doch dasselbe, wie wenn ich einen Schokoriegel esse und das Papier einfach auf die Straße werfe, weil der Mülleimer eben 200 Meter weit entfernt steht.

Die schönsten Reaktionen kamen von Menschen, die uns ermutigten. Es gab viele Leute, die uns lobend ansprachen und offensichtlich würdigten, was wir an diesem Tag taten. Und ganz ehrlich, dass war wirklich mit das Schönste zu sehen, dass andere dein Tun würdigten.

Nach dem Wandertag unserer Schule ging es für viele auf die Fridays For Future Demonstration in Isny. Die Demo war von den verschiedensten Altersgruppen gut besucht. Von kleinen Fünftklässlern über Zwölftklässer bis zu Erwachsenen wurden Rufe wie “Hopp, Hopp, Hopp, Kohlestop” oder “Wir sind hier, Wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut” skandiert. Trotzdem war Fridays For Future ruhiger als man es von anderen Freitagen gewohnt war, was nicht zu letzt daran lag, dass viele Erwachsene dabei waren, aber eine Vielzahl nur mit lief, ohne mit zu skandieren. Auch die Bewegung an sich zieht nicht mehr so viel Aufmerksamkeit auf sich, wie sie es in ihren Anfangszeiten noch tat.

Die Reden der einzelnen Personen dagegen waren wirklich interessant und vor allem waren sie sehr persönlich.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Fridays For Future Demonstration in Isny  trotz allem eine erfolgreiche Demo mit vielen, motivierten Besuchern war!