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„Mir fällt es ganz schwer, über diesen Abend etwas zu sagen, was auch nur irgendwie mit Bewertung zu tun hat: Besser? Schlechter? Zum Glück muss ich nicht - wie Frau Kurz und Herr Deuschle – benoten, was ich hier und heute hören durfte.

Ich hatte einfach viel Spaß zuzuhören und zu beobachten, wie hinter den Interpretationen der Stücke Persönlichkeiten bzw. vorsichtiger gesagt: Charakterzüge junger Musikerinnen und Musiker zum Vorschein kamen. Wie unterschiedlich Menschen musizieren! Die einen gestalten Klang und sind dabei eher zurückhaltend. Die anderen begeistern sich für eine Melodie und kehren ihre Leidenschaftlichkeit nach außen. Wieder andere freuen sich daran, wie flink ihre Finger laufen, und finden es klasse, wenn ihnen ein Publikum dabei zu Füßen liegt. Ganz prima ist natürlich, wenn alles zusammenkommt und wenn in einem niemals identisch wiederholbaren Zeitabschnitt „echte“ Musik entsteht. Der Kitzel eines solchen Live-Erlebnisses lässt sich durch keine so tolle CD-Konserve ersetzen!“                                                                                                   

(Alexander Schlichter, Zuhörer)

 

„Natürlich ist es immer wieder aufs Neue aufregend sein Vorspiel zu absolvieren – dass das, was man über so lange Zeit geübt hat, letztendlich an diesem einen Tag abgeprüft wird. Ganz egal, welche Höhen und Tiefen das Üben hatte, es zählt nur dieser eine Moment.

Die Zeit, bis ich an der Reihe bin, ist bestimmt von Aufregung, Herzklopfen und immer wieder dem Gedanken an das bevorstehende Beweisen meines Könnens. Zu wissen, dass ich sowohl den letzten, als auch den längsten Beitrag leiste, macht die Situation nicht einfacher. Mit dem ersten Akkord meines Stücks werde ich in einen Rausch geworfen, der mich nur noch an meine Noten denken lässt. Das Stück, das ich eigentlich in- und auswendig beherrsche, erscheint mir plötzlich teilweise fremd. Jedes Mal fange ich automatisch an, mir Gedanken über die ersten Noten zu machen, um ja keinen falschen Ton zu spielen und merke dabei schnell, wie mir plötzlich immer weniger Noten bewusst werden. Die Klavierbegleitung verschwimmt in meinen Ohren, doch mit jedem Ton der meinen Einsatz näher bringt, kommt auch mehr und mehr die Vorfreude auf, mein Stück endlich präsentieren zu können. Ich blende um mich herum alles aus, die Aufregung ist größtenteils verflogen und ich kann mich auf mein Spielen konzentrieren...

Mit meinem letzten gespielten Ton, kommt Erleichterung auf, ich setze mein Instrument ab und schaue in das Publikum. Der Applaus und die lächelnden Gesichter zeigen mir, wie gut mein Stück sich auf sie ausgewirkt hat und, dass auch sie begeistert sind. Statt kleinen Verspielern ist der Gesamteindruck eben doch wichtiger und prägender, sicher auch für das Publikum.“

(Maren Franz, Schülerin Musik NK)

 

„Auf die Vorspiele des Neigungskurses freue ich mich eigentlich mit am meisten, da ich immer wieder beeindruckt bin, wie unterschiedlich die Schülerinnen und Schüler musizieren und welche Leistungen von ihnen erbracht werden. Trotzdem kommt hier auch eine Aufgabe auf mich zu, die für den ein oder anderen auf den ersten Blick als nicht so einfach erscheint – das Bewerten der verschiedenen Schülerleistungen. Ich muss sagen, dass es mir aber im Gegensatz zu anderen relativ leicht fällt. Natürlich ist es schwierig, die Herausforderungen der verschiedenen Instrumente zu kennen und dann auf dieser Grundlage zu bewerten. Nach einer gewissen Zeit bekommt man aber auch dafür ein Gefühl.  Faszinierend an diesen Vorspielen finde ich aber einfach immer, dass man die Schülerinnen und Schüler nochmal von einer anderen Seite kennenlernen kann, nämlich wenn sie ihrer Leidenschaft nachgehen. Neben dem theoretischen Musikunterricht in der Schule können sie dabei eben auch ihr Hobby mit der Schule verbinden.

Was dieses Mal besonders war, dass so viele Mitschüler der Musik Neigungskursler da waren, was mich auch wirklich gefreut hat. Vielleicht können sich ein paar meiner Lehrerkollegen die Schüler als Vorbild nehmen und das nächste Mal auch einen so schön gestalteten Abend erleben!“      

(Tanja Kurz, Kurslehrerin Musik NK Klasse 11)

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