• P1000915

Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassenstufe erarbeiteten vom 16.2. – 22.2.17 das alljährliche Geschichtsprojekt, dessen Themen sich dieses Jahr mit der „Rechtfertigung von Gewalt“ befassten. Vier Geschichtslehrer leiteten dieses Projekt; Frau Scheufele, Frau Kirsch und Frau Schosser, Herr Schlichter. 

 

Als wir uns zu Beginn des Geschichtsprojekts in der Aula treffen, sind alle schon gespannt und voll freudiger Erwartung. Die Lehrer erläutern den Teilnehmern den Ablauf der Woche. 

Herr Schlichter erklärt den Schülerinnen und Schülern die Zielsetzung des Projekts: „Ihr alle habt eine Vorstellung davon, was man unter Gewalt versteht. Gewalt kann sich auf den Körper, aber auch auf die Seele auswirken. Wir begegnen ihr heute in den Nachrichten, in Computerspielen und leider auch immer wieder im alltäglichen Leben. Oft wird gewaltsames Handeln gerechtfertigt, indem scheinbar gute Gründe und hehre Ziele angeführt werden. Aber heiligt ein guter Zweck jegliches Mittel? – Sicher nicht! Dennoch haben große Persönlichkeiten der Geschichte wie Hitler und Stalin so getan, als ob das so wäre. Wir wollen in den nächsten Tagen untersuchen, in welchem Zusammenhang ihr Denken und Handeln stand. Wichtig wäre mir, dass ihr erkennt, dass man sowohl früher als auch heute nicht alles glauben sollte, was Mächtige erzählen.“

  • P1000905
  • P1000906
  • P1000907
  • P1000908
  • P1000909

Dann machen sich alle in ihren Gruppen von 6-9 Personen an die Arbeit. Die nächsten drei Tage wird viel recherchieren, diskutiert, geschrieben und gebastelt. 

„Wir haben noch keine Bilder ausgedruckt!“, ruft eine Schülerin in Raum 303 ihrer Gruppe hektisch zu. Unter aufgeregtem Gemurmel macht sich die Gruppe sofort an die Arbeit. Die Schüler bei Frau Kirsch befassen sich in diesem Raum mit der „Apartheid in Südafrika“, dem „Völkermord an den Herero und Nama“ und dem „Manifest Destiny“. Die Apartheid (Recht) wird als Rassentrennung in Südafrika bezeichnet. Beim Völkermord an den Herero und Nama haben die Deutschen die beiden Völker Herero und Nama fast ausgerottet. Unter Manifest Destiny („öffentliche Bestimmung“) versteht man die Ausbreitung der USA von Ost nach West. 

Die Fortschritte der Gruppen sind unterschiedlich. Während in manchen Räumen noch hektisch gearbeitet wird, sind Andere schon ziemlich weit, wie bei Frau Scheufele in Raum 313. Dort befassen sich die Schüler mit der „Hexenverfolgung“, den „Kreuzzügen“ (Orientkreuzzüge gegen die Muslime im Nahen Osten) und dem „Terror im Namen Allahs“ (heute: IS, Al Kaida). 

Die Schüler von Frau Schosser sind ebenfalls schon ziemlich weit. Die Gruppen erarbeiten in Raum 304 einiges über „Che Guevara“, der das Bild der kommunistischen Revolution in Kuba war. Zudem informieren sie sich über den „Korea-Krieg“ der dazu beitrug, dass sich Korea in Nord und Süd spaltete. Ebenfalls holen sie sich Informationen über den „Vietnamkrieg“, damals kämpften die kommunistischen Amerikaner gegen die westlich orientierten Vietnamesen. 

Unter leichtem Zeitdruck arbeiten die Schüler in Raum 302 an ihren Themen. Die Gruppen von Herr Schlichter befassen sich mit dem 2. Weltkrieg, insbesondere mit dem „Unternehmen Barbarossa“, die „Konzentrationslager und der Holocaust“ (Ausrottung von Juden) und dem Neonazismus heute. Das Unternehmen Barbarossa, eröffnete den Deutsch-Sowjetischen Krieg. 

Am Mittwoch hören wir die Präsentationen der einzelnen Gruppen. Allgemein kann man sagen, dass die Präsentationen gut gelungen sind. Die Themen sind interessant und die Gruppen gut vorbereitet. Insgesamt hatten die Schüler großen Spaß und haben viele Erfahrungen gesammelt.