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Herr Schmidhäuser (67) ist ein einmaliger Lehrer von unserm Gymnasium. In unserm Interview vom 23.02.2017 erzählt er uns etwas über sein Rentnerdasein.

Schülerzeitung Herr Schmidhäuser, sie leben nun schon über 2,5 Jahre im Ruhestand. Vermissten sie, oder vermissen sie noch immer manchmal ihre Arbeit als Sport - und Musiklehrer am Gymnasium Isny?
Herr Schmidhäuser Nein.
Schülerzeitung Haben sie sie selbst am Anfang nicht vermisst?
Herr Schmidhäuser Doch, ein Jahr lang habe ich sie (blöderweise) sehr vermisst. In dieser Zeit hatte ich oft schlechte Laune, da es  - banal gesagt -  schön gewesen war, mit jungen Leuten zusammen zu sein, zu arbeiten und sich rumärgern zu müssen. Es war auch immer spannend gewesen.
Schülerzeitung Was machen sie in ihrer neu gewonnenen Zeit?
Herr Schmidhäuser Ich habe eine gute Mischung aus Aufgaben (z.B. als Chorleiter,  Klavierlehrer u.a.) und Freizeitaktivitäten, wie Skitouren, Bergwanderrungen, Klavierspielen, Ausruhen und leider relativ wenig Reisen, wegen schulpflichtigem Nachwuchs. Lästig sind mir die alltäglichen Arbeiten, die durch Hausarbeiten, Reparaturen, Bürokratie, Essen und Trinken, WC und Körperpflege anfallen.
Schülerzeitung Haben sie noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen, oder haben sie sonst noch Verbindungen zu ihrer ehemaligen Arbeit?
Herr Schmidhäuser Ich habe immer mal wieder Kontakt zu einigen ehemaligen Kollegen, insbesondere bei Freizeitunternehmungen. Leider werden diese gegenüber mir immer besser, weil sie jünger sind. Zu meiner ehemaligen Arbeit habe ich keine Verbindung mehr, außer ein bisschen als Chorleiter und Klavierspieler. Die meisten meiner Schulunterlagen habe ich umgehend  entsorgt.
Schülerzeitung Würden sie gerne wieder arbeiten?
Herr Schmidhäuser Ich arbeite noch genug,  wie natürlich alle Rentner und Pensionäre.
Schülerzeitung Haben sie noch Tipps für Ihre ehemaligen Schüler?
Herr Schmidhäuser Passt euch nicht vorbehaltlos an Peergroups an, vertretet eure eigene Meinung.
Schülerzeitung Vielen Dank für das Interview
Herr Schmidhäuser Macht nichts, hat mich nicht allzu sehr genervt.

 

Carolin Schmidhäuser, 8b