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Achtung, alles zugemüllt…

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Das Projekt Verpackungs(un)kultur wurde von Katherina Scharf und Tabea Hiemer geleitet, die durch Anregung von Frau Lorenz auf dieses Thema gestoßen sind.

Schwerpunkt des Projekts war Mikroplastik und die damit verbundenen Auswirkungen für Mensch und Natur. Tabea Hiemer erklärte, dass man Mikroplastik unterteilen könne in primäres und sekundäres Mikroplastik, wobei primäres Mikroplastik gewollt hergestellt, so unter anderem in Kosmetika verwendet, werde und sekundäres ungewollt durch natürliche Prozesse, zum Beispiel durch Plastik im Zusammenspiel mit Wasser in Flüssen, produziert werde.

Tabea Hiemer meinte außerdem, dass die Schule und der einzelne Schüler etwas gegen das Müllproblem tun könne. So könne die Schule die Plastikbecher im Heißgetränkeautomaten austauschen gegen biologisch abbaubare Becher oder einen Automaten aufstellen, in dem man einen eigens von zuhause mitgebrachten Becher hineinstellen könne. Der einzelne Schüler solle mehr auf Plastik verzichten, so die Projektleiterin, und gab zu bedenken, dass Mikroplastik schädlich für das Immunsystem und krebserregend sei.

Zusätzlich sprachen die Schüler mit Samuel Schönle, Inhaber des Rewe an der Karl-Wilhelm-Heck-Straße, über das Plastik-Dilemma. Im Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen erzählte Herr Schönle von Projekten wie Natural Branding, das zukünftig Beschriftungen auf Stückobst ohne Verpackung Wirklichkeit werden lassen soll. Zudem sei dieser Rewe schon von Einmal-Plastikeinkaufstaschen auf recycelbare Plastikeinkaufstaschen umgestiegen. Leider, sagte Herr Schönle, ginge der Umstieg zu einer plastikfreien Verpackung nur langsam voran.  

Die Frage, ob ein Laden komplett ohne Plastik auskommen könne, wurde von den Projektleiterinnen verneint und mit der raschen Verderblichkeit mancher Lebensmittel begründet. Im Laufe des Projektes gelang es Fr. Lorenz übrigens, eine nicht unerhebliche Menge an Mikroplastik aus Kosmetika chemisch zu isolieren und nachzuweisen.