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Der Roman „Die Welle“ von Morton Rhue, welcher den jungen Schauspielern der Theater-AG als Vorlage diente, basiert auf einer wahren Geschichte.                                                     

Der Protagonist Ben Ross, ein Lehrer an einer High-School, möchte seinen Schülern beweisen, dass faschistisches Denken und Handeln auch heute noch in jedem veranlagt ist. Mit Hilfe eines Experiments, welches er „Die Welle“ nennt, zeigt er, wie Macht, Disziplin und Handeln den Individualismus beeinflussen können. Durch aufrechtes Sitzen und zugebrüllte Befehle lernt jeder Einzelne sich anzupassen und zu einer Einheit zu verschmelzen. Am Ende läuft der ganze Versuch allerdings aus dem Ruder, da sich Ben Ross und die Schüler zu sehr mitreißen lassen und sich zu stark mit ihrer Rolle identifizieren.

Die Theater-AG, unter der Leitung von Frau Bauer und Frau Röher, hat sich mit diesem ernsten Thema beschäftigt und konnte dieses gut auf der Bühne umsetzten. Die Schauspieler haben ihre Rolle sehr überzeugend gespielt, obwohl sie wenig Mittel (das Bühnenbild war sehr einfach gehalten) zu Verfügung hatten. Trotz verletzter und erkälteter Schüler wurde das Stück ohne größere Zwischenfälle aufgeführt und zu einer guten Aufführung.                                                                       

Allerdings waren einige Zuschauer der Meinung, dass die Aufführung, die fast zwei Stunden dauerte, zu lange war und deshalb die Konzentration und Aufmerksamkeit des Publikums gegen Ende nachließ. Die Problematik des faschistischen Handelns wurde sehr stark thematisiert, was prinzipiell gut ist, für eine Schulaufführung meiner Meinung nach aber zu ausführlich dargestellt wurde, sodass das Theaterstück fast schon langweilig war.

Zusammengefasst hat die Theater-AG trotzdem eine schauspielerisch gute Leistung vollbracht und kann mit sich zufrieden sein.