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Seit Beginn des Schuljahres 2017/18 wurden an unserer Schule neue Pausenzeiten festgelegt. Demnach gibt es nun zwischen der zweiten und dritten Stunde eine Pause von fünfzehn Minuten und zwischen der vierten und fünften Stunde erneut zehn Minuten. Zuvor hatten wir, abgesehen von den fünf Minuten zwischen manchen Stunden, nur eine Pause, die dafür länger war.

Wir haben Schüler/-innen gefragt, was sie von dieser neuen Regelung halten!

Zuerst wollten wir natürlich wissen, ob die Pausenzeiten nun besser sind als die Jahre zuvor:

Dies scheint tatsächlich der Fall zu sein, denn weit über 75% der Befragten sind zufrieden mit dieser Änderung, hauptsächlich aus dem Grund, dass es nun mehr Zeit für Erholung zwischen den Unterrichtsstunden gibt. „Ich finde es besser zwei große Pausen anstatt den fünf-Minuten Pausen zu haben, die sowieso kaum jemand eingehalten hat.“ meinte eine Achtklässlerin.

Und wie sieht es allgemein mit der Länge und Anzahl der Pausen aus? „An unserer Schule gibt es genug Auszeiten und diese sind lang genug.“ Diesem Statement stimmten beinahe alle zu.

Bisher war das Feedback also sehr positiv, was bei der nächsten Frage allerdings etwas anders aussah.

Seit Beginn des Schuljahres fordern die Lehrer/-innen nämlich eine „schülerfreie Pause“ ein, in der sie uns nicht für Fragen zu Verfügung stehen möchten. Wie finden die Schüler/-innen das?

Eher schlecht. Zwar bringen die meisten dieser Idee der Lehrer Verständnis entgegen, kritisieren allerdings, dass für unsere Fragen demnach nur zehn Minuten in der zweiten Pause bleiben. „Das ist echt zu wenig. Wenn dann noch mehrere Schüler/-innen den gleichen Lehrer etwas fragen wollen, reicht die Zeit schon gar nicht“, beschwerte sich ein Achtklässler. Als Kompromiss wurde vorgeschlagen, die “schülerfreie Zeit“ wenigstens auf die kürzere Pause zu verlegen.

Auch haben wir gefragt, was sich die Schüler/-innen ansonsten für Veränderungen bezüglich der Pausen wünschen würden. Wie immer herrschte auch hier überwiegend Einigkeit. Viel Kritik erntete vor allem das Pausenradio: „zu leise, zu selten und kaum gute Musik“ lauteten die Vorwürfe. Fairerweise muss gesagt werden, dass die Zuständigen bezüglich der ersten zwei Kritikpunkte wahrscheinlich wenig ändern dürfen. Was die Musik betrifft, wünschen sich die meisten allerdings wieder eine „demokratische“ Auswahl an Musik, zum Beispiel durch das Aushängen von Wunschlisten. Auch der Bäckerverkauf sorgte für Unzufriedenheit, da zu wenig Backwaren beim Verkauf scheinbar für Unruhe und großes Gedränge sorge - ein Problem, das es an unserer Schule allerdings nicht erst seit Kurzem gibt.

Zu guter Letzt, äußerten beinahe alle Befragten einen Wunsch. Eine Sechstklässlerin meinte: „Ich finde es gemein, dass wir in der großen Pause rausgehen müssen. Vor allem im Winter, weil es dann echt kalt ist. Viele Lehrer sind da total kaltherzig, dürfen aber selber drinnen bleiben. Ich wünsche mir, dass ich in Zukunft selber entscheiden darf, ob ich raus gehe oder nicht.“ Dem schlossen sich auch die meisten anderen an.

Abschließend interessierte es uns natürlich, wieso  diese neue Regelung überhaupt eingeführt wurde. Dazu haben wir Herr Müller einige Fragen gestellt...

 

Lehrzeichen: Herr Müller, warum wurde das bisherige Stunden- und Pausenmodell verändert?

Nachdem wir das Doppelstundenmodell schon einige Jahre eingeführt haben, entstand der Wunsch, einige Korrekturen vorzunehmen: eine Pause zwischen 1. und 2. Stunde um bei einem Lehrerwechsel eine guten Abschluss bzw. Stundenanfang zu erhalten, ein Doppelstundenblock 3+4, gleichzeitig aber die Abfahrtszeiten in der Mittagspause zu belassen. So entstand die jetzt umgesetzte Regelung.

 

Lehrzeichen: Sind Sie zufrieden nach diesen Veränderungen?

Die Veränderungen haben sicher an einigen Stellen Verbesserungen ergeben, aber es gibt immer noch Punkte, die wir noch günstiger gestalten können. Dazu gehört z.B. den Doppelstundenblock in Stunde 3 und 4 ohne Lehrerwechsel umzusetzen, aber auch in 1. und 2. bzw. 5. und 6. Stunde mehr Doppelstunden einzuführen.

 

Lehrzeichen: Mit diesem Doppelstundenmodell wurden auch die Pausenzeiten verändert. Wie ist da die Erfahrung?

Da ist natürlich die persönliche Einstellung und Prägung entscheidend. Ich persönlich stelle fest, dass ich mich nach vielen Jahren einer großen Pause um 10.00 Uhr nun erst nach und nach an die neuen Pausenzeiten gewöhne. Und das geht sicher vielen so im Schulbetrieb. Ich denke das gibt sich bis Ende des Schuljahres. Ansonsten geht das in eine gute Richtung, so mein Eindruck.

 

Lehrzeichen: Wird das Modell so bleiben oder ist es denkbar, dass das wieder verändert wird?

Wir haben gleich nach einigen Schulwochen Rückmeldungen gesammelt und werden in den nächsten Wochen nochmals eine Klärung einleiten, mein Eindruck ist aber, dass dies so akzeptiert werden kann, allerdings mit weiteren Verbesserungen. Wie diese konkret aussehen, das werden wir besprechen.

 

Zusammenfassend fällt das Feedback zu den Pausen und insbesondere zu den Veränderungen dieses Schuljahr also sehr positiv aus. Allerdings gibt es immer noch einige, meist kleinere Kritikpunkte, an denen man in Zukunft noch arbeiten könnte, doch wir haben keine Zweifel daran, dass unsere Schule auch diese Probleme noch beseitigen wird.

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