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Vom 28. Mai bis zum 02. Juni verbrachte ein Teil der Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 Zeit in Tschechien. Da Valašské Klobouky, der Heimatort unserer tschechischen Austauschschüler, in der von Deutschland am weitesten entfernten Region Tschechiens liegt, der Walachei, machten wir uns bereits frühmorgens mit dem Zug auf die ungefähr dreizehn Stunden lange Fahrt. Mit jedem gefahrenen Kilometer stieg unsere Anspannung. Da Tschechien allgemein nicht unbedingt ein sehr populäres Reiseziel ist (außer Prag), wussten wir nicht genau, was uns erwarten würde.

Nach einer herzlichen Ankunft entdeckten wir den einen oder anderen Unterschied in der Beschaffenheit der Umgebung: Alles war einfacher gehalten. In den nahgelegenen Dörfern, in denen viele von uns untergebracht waren, besaßen viele Familien ihre eigenen Nutztiere, oft Hühner, Kaninchen oder Schafe. Obwohl das nach Langeweile klingt, war dem überhaupt nicht so. Bereits am ersten vollen Tag, den wir in Tschechien verbrachten, fuhren wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern in die nicht weit entfernte Kreisstadt Zlin. Nachdem wir den Sitz der Schuhfabrik „Bata“ besucht hatten, erkundeten wir mit den Tschechen die schöne Innenstadt, in der es viele verschiedene Geschäfte gibt, und genossen es, shoppen zu gehen.

Anderntags gingen wir in eine beeindruckende Höhle bei Teplice, die aufgrund ihrer einzigartigen Kalksteinablagerungen bekannt wurde. Des Weiteren besuchten wir eine Bäckerei, die auf die Produktion von sogenannten „Štramberské uši“ (deutsch: Stramberger Ohren) spezialisiert ist. An der Herstellung dieser traditionellen Süßgebäcke durften wir uns dann direkt auch einmal versuchen.
Am Ende unseres Aufenthaltes hatten wir beim Abschiedsfest, das von unseren Gastgebern organisiert wurde, noch einmal die letzte Gelegenheit, selbstgemachte tschechische Spezialitäten zu probieren, wie beispielweise „Rohlíki“ (tschechische Hörnchen) oder auch „Moravské koláče“ (Mohnkolatschen).

Am frühen Morgen des vierten Tages unserer Reise brachen wir nach Prag auf. Die quirlige tschechische Hauptstadt bot einen deutlichen Gegensatz zur Walachei. Im Verlauf des Tages sahen wir durch eigenes Erkunden, aber hauptsächlich durch eine Stadtführung viel, wie beispielweise die Karlsbrücke oder den Wenzelsplatz. Viele von uns hätten gerne mehr Zeit in Prag verbracht.

Es war, denke ich, für alle Teilnehmer des deutsch-tschechischen Austausches eine gelungene Zeit, bei der der Fokus stärker auf dem Kennenlernen neuer Kulturen und Menschen als auf dem Verbessern der Sprachkenntnisse lag.

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