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Am Donnerstagabend vor den Osterferien war Kriminalhauptkommissar Florian Suckel vom Polizeipräsidium Konstanz zu Gast an unserer Schule, um interessierte Eltern über Alkohol- und Drogenprobleme bei Jugendlichen zu informieren. Sein Vortrag ist Teil unseres Präventionskonzepts, das von Monika Bauer und Melanie Anlauf organisiert und betreut wird. Dieses Konzept zielt in erster Linie auf die Aufklärung der Schülerinnen und Schüler, mit denen Herr Suckel und seine Kollegen Workshops durchführen, in denen gründlich informiert und meist lebendig diskutiert wird. In diesen mehrstündigen Unterrichtseinheiten geht es nicht nur – wie in Klasse 9 – um die Alkohol- und Drogenprävention, sondern auch um Themen wie ‚Gewalt‘ oder ‚Mediennutzung‘.

Dem Konstanzer Kommissar gelang es in seiner stark einstündigen Präsentation, sein Publikum in den Bann zu ziehen und zum Nachdenken anzuregen. Anhand einer ausgewogenen Mischung aus harten Fakten und anschaulichen, teils erschreckenden Beispielen wurde deutlich, wie gefährlich die Gifte in gängigen Rauschmitteln sind. Selbst legale Einstiegsdrogen wie Nikotin und Alkohol schädigten den Organismus gerade von Heranwachsenden in besonders starker, nachhaltiger Weise, so der Referent. Er warnte auch ausdrücklich vor vermeintlich weniger schädlichen Formen des Rauchens und nannte dabei Shishas und Elektrozigaretten als Beispiele. Auch hinter andere legale Drogen setzte Suckel ein dickes Fragezeichen. Wussten Sie zum Beispiel, dass in einer Dose eines handelsüblichen Energy-Drinks so viel Koffein enthalten ist wie in 20 Tassen Kaffee?

Der Redner sprach sich auch ausdrücklich gegen eine Legalisierung von Cannabis aus und belegte seine Haltung anhand von Bildern und Beispielen aus der Region Isny sowie dem Kreis Ravensburg insgesamt. Modernere psychoaktive Stoffe, sogenannte „Legal Highs“, würden unter katastrophalen hygienischen Bedingungen auf der Basis von Badesalzen oder Pflanzendünger hergestellt. Die äußerlich ansprechende, verharmlosende Form sorge dennoch für einen breiten Absatz. Kurz: Was „cool“, „easy“ oder „chillig“ scheint, hat immer bleibend-böse Folgen, nicht selten sogar ein bitterböses Ende.

Abschließend ging der Referent noch auf Anliegen der sichtlich überzeugten, teils betroffenen Eltern ein. Leider wurde die Frage nach den Ursachen für Alkohol- und Drogenmissbrauch unter Jugendlichen nicht diskutiert. Es reicht sicher nicht, wenn sich die erziehungsberechtigten Eltern und Lehrer – mitunter selbstgerecht – auf eine moralisierende, mahnende Position zurückziehen und die komplexe Motivationslage der jungen Konsumenten ausblenden. Aber diese Diskussion über teils tabuisierte Themen wie Leistungsdruck, negative erwachsene Vorbilder oder die Rolle der ewig buhlenden Werbung kann durchaus noch geführt werden. Die Workshops mit den Schülerinnen und Schülern stehen ja noch aus.  

Terminliste

  • Abitur 4-st.-Kurse 23 Apr 2018 08:30 to 13:00

    Schriftliche Abiturklausur



    teilweise auch nur bis 12:30

  • Abitur Französisch 25 Apr 2018 08:30 to 11:30

    Schriftliche Abiturklausur

  • Latinum 26 Apr 2018 08:00 to 11:00

  • 23 Apr - 26 Apr
  • 30 Apr - 07 Mai
  • 09 Mai - 18 Mai
  • 14 Mai - 18 Mai